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Lieblingslinks #1 – LGBT

In unregelmäßigen Abständen zeige ich Euch hier ein paar Links (meistens zu Videos), die mir besonders gut gefallen. Sie haben nicht immer etwas mit Regenbogenfamilien oder LGBT-Themen zu tun. Es ist lediglich eine kleine Zusammenstellung meiner persönlichen Highlights. Viel Spaß damit!

#1 Regenbogenfamilie

#2 Projekt Regenbogenfamilie

#3 Meet my lesbian moms

Was es kostet… finanziell

Ich habe mal den Versuch gestartet, die entstehenden Kosten einer Kinderwunschbehandlung (welch‘ seltsames Wort – klingt so nach Krankheit, die geheilt werden muss) für lesbische Paare mit Hilfe einer Samenbank. Wir waren nicht in einem Kinderwunschzentrum, sondern bei einer Frauenärztin. Der ganze Vorgang nennt sich heterologe Insemination und die Erfolgschance pro Zyklus liegt bei 20% bis 25%. Daraus resultiert statistisch, dass eine Frau mit einer Chance von 65% nach dem 4. Versuch schwanger ist.

Die Realität sieht meistens anders aus – jedenfalls gefühlt. Wir haben insgesamt acht Versuche gebraucht. Eine Bauchspiegelung (Kontrolle, ob die Eileiter durchgängig sind) und eine Fehlgeburt in der 10. Woche (mit anschließender Ausschabung (Absaugung) haben wir auch erlebt.

Alle Kosten wurden von uns alleine getragen. Die Krankenkassen übernehmen keine Kosten für die Kinderwunschbehandlung bei lesbischen Paaren. Bei heterosexuellen Paaren sieht das anders aus (Gesetzliche Krankenkassen übernehmen bis zu 8 Inseminationen im normalen Zyklus – Quelle: http://www.rund-ums-baby.de/kinderwunsch/kosten.htm)

Kosten pro Versuch

  • Spendersamen 350,- EUR (exkl. MWSt)
  • Kinderwunschbehandlung Frauenärztin 250,- EUR
  • Lagerung Spendersamen 50,- EUR
  • Fahrtkosten 40,- EUR

Kosten insgesamt pro Versuch 790,- EUR

einmalige Kosten

  • Versandkosten pro Paket für Spendersamen im Stickstoffbehälter 900,- EUR
  • Zugang zur European Sperm Bank – 3 Monate 100,- EUR
  • Untersuchung nicht-biologische Mutter (HIV etc.) 70,- EUR
  • sonstige Fahrtkosten 100,- EUR
  • Notarkosten 160,- EUR

einmalige Kosten insgesamt 1.330,- EUR

Alles in allem haben wir also wenigstens 7.650,- EUR für unseren Kinderwunsch ausgegeben. Sicherlich habe ich hier und da etwas vergessen, aber es soll ja auch nur um einen kleinen Eindruck gehen und es gibt bestimmt Paare, die noch viel mehr Geld ausgegeben haben.

Ich kann hier ja auch nur von uns berichten.

Rückblickend sehe ich die emotionalen Belastungen während der vielen Versuche als eine viel größere Herausforderung an. Aber dazu werde ich an einer anderen Stelle eingehender berichten.

Steuerlich lassen sich die Kosten übrigens bei der Einkommensteuererklärung geltend machen – als außergewöhnliche Belastung hat das Finanzamt die Kosten bei uns anerkannt. Wenigstens etwas…

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Babyshower – Babyparty – it’s a boy

Ende November haben Freundinnen von uns eine Babyparty organisiert und überraschend in unserem Haus veranstaltet. Ich war zum Teil eingeweiht und wusste, wann das Ereignis stattfinden sollte. Außerdem hatte ich die Aufgabe, meine Frau an diesem besagten Tag nicht vor 16 Uhr wieder nach Hause zu bringen. Glücklicherweise fand an diesem Tag ein Geburtsvorbereitungskurs, so dass ich nicht vor allzu große Probleme gestellt worden bin.

Aufgeregt, dass alles klappt, war ich trotzdem und habe aus lauter Nervosität in einer SMS geschrieben, dass wir in 10 Minuten da sind, obwohl wir noch 20 Minuten brauchten. Die plötzliche Hektik beim Vorbereitungsteam kann ich nur erahnen 🙂

Die Überraschung ist auf jeden Fall gelungen. Freundinnen von weiter weg und lange nicht gesehen und Familie machten die Runde komplett. Es wurde viel gelacht und im Haus war’s glaube ich noch nie so laut. Lauter Frauen auf einem Haufen in lautstarken Unterhaltungen vertieft – da hat bestimmt jeder sofort ein Bild im Kopf! Hühnerhaufen ist nichts dagegen…

Es gab auch eine selbstkreierte Torte passend zum Anlass.

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Nicht nur hübsch, sondern auch lecker.

Insgesamt war es ein kurzweiliger Samstagnachmittag/-abend.

Ein herzliches Dankeschön noch mal an alle Beteiligten.

 

Lasst es Euch gut gehen…

 

Stiefkindadoption

Jedes Mal wenn ich länger über diese ganze Thematik nachdenke, muss ich meine Emotionen im Zaum halten.

Als Adoptierende muss ich ein Führungs- und Gesundheitszeugnis vorlegen. Ich empfinde das als äußerst diskriminierend. Jedes heterosexuelle Paar (die müssen nicht mal verheiratet sein), welches ein Kind in die Welt setzt, muss sich mit solchen Situationen nicht auseinandersetzen – die Vaterschaft wird einfach anerkannt und fertig.

Bei unserem Kind muss ich einen Adoptionsantrag stellen – allein das ist schon einen kleinen Wutanfall wert. Wenn unser Kind in eine Ehe hineingeboren werden würde, dann wäre absolut klar und eindeutig, dass der Ehemann der Vater ist, auch wenn er biologisch gar nicht sein kann, weil er vielleicht zeugungsunfähig oder die Frau fremdgegangen ist oder sogar ein fremder Samenspender bei der Kinderwunschbehandlung eingesetzt worden ist.

Meine bisherigen Recherchen haben ergeben, dass wir nach Geburt notariell einen Adoptionsantrag stellen müssen. Dann wird es wohl einen Termin beim Jugendamt geben und ein bis zwei Hausbesuche! Ja, Hausbesuche!

Außerdem habe ich gelesen, dass ich als Adoptierende wahrscheinlich eine Art Lebensbericht schreiben muss und auch meine Art der Erziehung erklären soll.

Ich bin fassungslos…

Auf der einen Seite kann ich diese Vorgehensweise verstehen, aber man kann hier doch nicht Äpfeln mit Birnen gleichsetzen.

Ich fordere, dass das Adoptionsprozedere entsprechend angepasst und geändert wird, wenn es darum geht, dass ein Kind, welches in eine lesbische Lebenspartnerschaft hineingeboren wird, von der sozialen (nicht biologischen) Mutter adoptiert werden soll.

Eine Adoption soll bei einer solchen Konstellation nicht notwendig sein.

Die Lebenspartnerin sollte (wie in der Ehe) automatisch auch die Mutter sein. PUNKT!

Warten auf Godot…

Hallo liebe Leute,

die Überschrift ist Programm. Wir warten… es ist die 38. SSW (37+4). Die Ärzte und auch unsere Hebamme meinen, dass es jederzeit losgehen könnte. Aber ich habe erst ab dem 21. Januar Urlaub und der junge Mann soll sich bis dahin noch gedulden und gemütlich in Mama’s Bauch umher schwimmen. Genau das macht er nämlich – das Köpfchen hat sich noch nicht im Becken angedockt.

Es bleibt alles spannend – auch der Geburtsort ist noch nicht eindeutig klar. Die Klinik meine ich – das entscheiden wir spontan. Je nachdem wie sich unser Sohn ankündigt, ob durch Wehen oder Blasensprung. Bei letzterem ist es so, dass sich meine Frau so schnell wie möglich hinlegen sollte, weil sich nun mal der Kopf noch nicht im Becken festgesetzt hat. Wenn nun die Schwangere sich dann bei einem Blasensprung nicht so schnell wie möglich hinlegt (keine Sorge, sich muss sich nicht im Supermarkt auf den Boden fallen lassen) und der Muttermund schon leicht geöffnet ist, dann kann es sein, dass die Nabelschnur vorfällt und sich das Kind dann quasi selbst die Versorgung abdrückt. Dann muss schnell gehandelt werden.

Aber ich bin da guter Dinge. Wird schon schiefgehen… außerdem sagt unsere Hebamme: „Keine Angst, der fällt nicht einfach so raus!“

In diesem Sinne…

Lasst es Euch gut gehen

Detti